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    <title>Debatte - 29.11.09, Eidg. Volksinitiative &quot;F&#252;r ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten&quot;</title>
    <link>http://kriegsmaterial-export.politnetz.ch</link>
    <description>Am 29. November stimmen wir dar&#252;ber ab, ob man Kriegsmaterial-Exporte verbieten soll. Die von der GSoA eingereichte Initiative appelliert an die Gerechtigkeit und w&#252;nscht sich eine Schweiz, die eine Vorbildfunktion einnimmt und keine Kriegshandlungen im Ausland unterst&#252;tzt. B&#252;rgerliche Parteien weisen darauf hin, dass die Menge an Waffen, welche die Schweiz exportiert, einen kleinen Teil des weltweiten Waffenhandels ausmacht und ein Verbot die Situation nicht signifikant verbessern w&#252;rde. Zudem w&#228;ren die einheimische, auf Exporte Angewiesene R&#252;stungsindustrie und damit auch Arbeitspl&#228;tze in Gefahr.</description>
    <language>de</language>
    <item>
      <title>Ein Land, das Waffen exportiert, ist nicht neutral und nur mit &#246;konomischen Aspekten l&#228;sst sich keine Industrie legitimieren.</title>
      <description>Die Schweiz ist neutral und stolz auf ihre humanit&#228;re Tradition. Was genau ist neutral an Waffenexporten? Sie sind nur dann neutral, wenn an alle Konfliktparteien in gleichem Masse Waffen verkauft werden. Dies w&#228;re moralisch verwerflich, da wir damit nicht zur L&#246;sung der Konflikten beitragen, sondern diese nur verst&#228;rken und verl&#228;ngern w&#252;rden. So komme ich zum Schluss, dass ein Land, das Waffen exportiert, nicht neutral sein kann.

Die Hauptargumente der Gegner sind rein wirtschaftlicher Natur. Ein Verbot w&#252;rde die inl&#228;ndische R&#252;stungsindustrie gef&#228;rden, da diese in hohem Masse von Exporten abh&#228;ngig ist. Arbeitspl&#228;tze w&#252;rden auf dem Spiel stehen und eine geschw&#228;chte Wirtschaft w&#228;re die Folge.
Nun, auch wenn das der Fall w&#228;re, bin ich der Meinung, dass die reine Wirtschaftlichkeit keine Industrie legitimiert. W&#252;rde man in gewissen L&#228;ndern h&#228;rter gegen Drogen-Exporte vorgehen, w&#228;re die dortige Wirtschaft ebenfalls geschw&#228;cht. Dennoch sind wir uns einig, das Drogenhandel nicht zu tolerieren ist. Wir k&#246;nnen es weiter auf die Spitze treiben. W&#228;re es nicht wirtschaftlich, Menschen auszunutzen, ihnen praktisch keinen Lohn zu zahlen und sie in Lager unterzubringen? Es w&#228;re wirtschaftlich, aber moralisch verwerflich.
Ich halte es f&#252;r unmenschlich, diese Entscheidung, ob wir nun Waffen exportieren oder nicht, aus rein &#246;konomischer Sicht zu betrachten.

Schade nur, dass die Initiative in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zur Abstimmung kommt und die Wirtschaftlichkeit darum umso wichtiger gewertet und auch propagiert wird. Zudem werden die Wirtschaftsverb&#228;nde gen&#252;gen Geld aufbringen, dies auch ordentlich zu tun.

Stellt sich jedoch jeder Stimmberechtigte die Frage, sozusagen tief in seinem Innern, ob es richtig ist, Waffen herzustellen, zu verkaufen und damit Konflikte auf dem ganzen Erdball zu unterst&#252;tzen, sehe ich doch eine Chance f&#252;r die Initiative.

</description>
      <author>Tobias Frey</author>
      <pubDate>Fri, 17 Jul 2009 03:58:17 +0200</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/45/anzeigen</link>
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    </item>
    <item>
      <title>Ist Kriegsmaterial-IMPORT nicht noch schlimmer? F&#252;r Israel sind Kriege lukrativ, weil es Material im Ernstfall testen und dann z.B. an die CH verkaufen kann.</title>
      <description></description>
      <author>David H</author>
      <pubDate>Mon, 20 Jul 2009 18:16:40 +0200</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/72/anzeigen</link>
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    </item>
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      <title>Ein generelles Exportverbot vernichtet Arbeitspl&#228;tze und schadet der Wirtschaft. </title>
      <description>Exporte in &quot;heikle&quot; Staaten sollen weiterhin einzeln identifiziert und dann verboten werden.</description>
      <author>Simon Kramer</author>
      <pubDate>Fri, 24 Jul 2009 11:26:00 +0200</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/89/anzeigen</link>
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    </item>
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      <title>Ohne eigene R&#252;stungsindustrie keine glaubw&#252;rdige Schweizer Armee. Und genau das ist das Ziel der GSoA!</title>
      <description>Es geht nicht nur um &#246;konomische Aspekte.

1. Viele milit&#228;rische Technologien finden den Weg in die zivile Nutzung (GPS, Ger&#228;te im Operationssaal, Nachtsichtger&#228;te, Sicherheitskonzepte in der Luftfahrt, optische Ger&#228;te, etc.). Der Schweiz ginge viel Innovationspotenzial verloren.

2. Damit wird dem Weltfried nicht gedient. Niemand wird diesem Fall folgen, wie es die GSoA uns weiss machen will.

3. Unsere Armee folgt dem Konzept der Aufwuchsf&#228;higkeit. Diese w&#228;re gef&#228;hrdet, da im Falle eine Aufwuchs all unsere Nachbarl&#228;nder mit dem selben Problem konfrontiert w&#228;ren und zuerst ihre eigenen Armee und dann ihre B&#252;ndnispartner beliefern w&#252;rden.

4. R&#252;stungseink&#228;ufe h&#228;tten keine volkswirtschaftliche Wirkung in der Schweiz, da alles Geld ins Ausland fliessen w&#252;rde.

5. Und was ist mit den Dual-Use-G&#252;tern (z.B. optische Ger&#228;te, Pr&#228;zisionger&#228;te f&#252;r die Luftfahrt, etc.)? Mit einer Schweizer Uhr l&#228;sst sich &#252;brigens perfekt eine pr&#228;zise Zeitbombe basteln!</description>
      <author>Andreas Muff</author>
      <pubDate>Sun, 02 Aug 2009 12:52:00 +0200</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/142/anzeigen</link>
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    </item>
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      <title>Neutralit&#228;t gilt nur f&#252;r den Staat. F&#252;r die Firmen gilt die freie Marktwirtschaft. Deshalb: Kein Eingriff in die Marktwirtschaft!</title>
      <description>Schon w&#228;hrend dem Zweiten Weltkrieg konnten Firmen mit Unternehmen aus anderen L&#228;ndern Handel treiben. Ohne diesen Handel w&#228;ren wir wohl &quot;auf dem Zahnfleisch&quot; gekrochen. Der Alpentransit von G&#252;tern wurde ja nicht unterbrochen, sondern sichergestellt. Die Wirtschaft musste funktionieren.

Diese Vorlage ist deshalb ein Eingriff in die freie Marktwirtschaft und daher nur schon aus (wirtschafts-) liberalen Gesichtspunkten abzulehnen.</description>
      <author>Markus M M&#252;ller</author>
      <pubDate>Sat, 08 Aug 2009 10:18:31 +0200</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/176/anzeigen</link>
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    </item>
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      <title>Die Schweiz lebt als Exportland immer (noch) von seinem guten Ruf... Selbst das wirtschaftliche Argument gilt es zu &#252;berdenken.</title>
      <description>Wie viele Leichen im Keller will sich die Schweiz leisten? In der Zeit des Internets lassen sich grauen Machenschaften immer weniger verstecken. Und dies sch&#228;digt den Ruf eines Exportlandes.
 
Es ist nun an der Zeit nachzudenken, was f&#252;r eine Schweiz wir wollen, und welches Image wir damit nach aussen projizieren. </description>
      <author>Alain Leclerc Von Bonin</author>
      <pubDate>Wed, 07 Oct 2009 11:41:54 +0200</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/318/anzeigen</link>
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    </item>
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      <title>Kriegsmaterialexporte sind ethisch nicht rechtfertigbar, wirtschaftlich bedeutungslos, gef&#228;hrdete Arbeitspl&#228;tze sind abgesichert. JA! f&#252;r eine vorbildliche CH.</title>
      <description>Gem&#228;ss einer Studie des Bundes besch&#228;ftigt die R&#252;stungsexportindustrie inklusive indirekt geschaffener Arbeitspl&#228;tze gerade mal rund 5'200 Personen. Weiter ist die R&#252;stungsexportindustrie f&#252;r nicht einmal 0,1% der Wertsch&#246;pfung der CH verantwortlich. Die R&#252;stungsexportindustrie ist also wirtschaftlich bedeutungslos - was &#252;brigens sogar die Schweizerische Gesellschaft Technik und Armee best&#228;tigt. 

Um die momentan im R&#252;stungsexport besch&#228;ftigten Personen bei einer Annahme der Initiative nicht einfach ihrem Schicksal zu &#252;berlassen, fordert die Initiative, dass der Bund die vom Exportverbot betroffenen Regionen und Besch&#228;ftigten w&#228;hrend zehn Jahren mit gezielten Massnahmen bei der Umstellung auf zivile Produkte unterst&#252;tzt. 

Diverse Betriebe in der Schweiz haben bereits bewiesen, dass eine Umstellung von milit&#228;rischer auf zivile Produktion m&#246;glich ist. So stellt die SIG Neuhausen heute keine Sturmgewehre mehr her, sondern Hightech-Verpackungsmaschinen. 

Ausserdem: Den ungef&#228;hr 5'200 Arbeitspl&#228;tzen stehen laut einer Studie des Bundesamtes f&#252;r Energie rund 63'000 Arbeitspl&#228;tze in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien gegen&#252;ber, die mit vergleichsweise bescheidenen Investitionen geschaffen werden k&#246;nnten. 

Doch auch ohne Alternative m&#252;sste die Legitimit&#228;t der bestehenden Arbeitspl&#228;tzen in der R&#252;stungsexportindustrie hinterfragt werden. Ist es ethisch rechtfertigbar, einen Wirtschaftszweig nur deshalb am Leben zu halten, weil er rund 5200 Arbeitspl&#228;tze schafft? 
Im Gegenzug verursachen diese Arbeitspl&#228;tze in anderen L&#228;ndern ein Mehrfaches an Toten, f&#246;rdert Kriege und Konflikte. 

Im Jahr 2004 wurden weltweit mehr als eine Billion US-Dollar f&#252;r Milit&#228;r und Kriegsmaterial ausgegeben (Quelle: Stockholm International Peace Research Institute). Vergleichsweise l&#228;ppische 40-60 Milliarden w&#228;ren laut Weltbank n&#246;tig, um die Millenium-Ziele der UNO zu erreichen und die Armut auf der Welt zu halbieren! 


Fassen wir zusammen: Die gef&#228;hrdeten Arbeitspl&#228;tze werden durch die Initiative abgesichert, k&#246;nnten sogar in den h&#246;chst sinnvollen Bereich der Energieeffizienz/erneuerbaren Energien umgelagert werden. Wirtschaftlich ist die R&#252;stungsexportindustrie bedeutungslos, ethisch ist sie sowieso nicht zu rechtfertigen. Ein JA! w&#228;re zudem ein Zeichen einer vorbildlichen Schweiz - andere L&#228;nder k&#246;nnten nachziehen.
Die Initiative ist in vielerlei Hinsichten sinnvoll, stichhaltige Gegenargumente werden vergeblich gesucht - JA! zur Volksinitiative f&#252;r ein Verbot von  Kriegsmaterial-Exporten am 29. November!
</description>
      <author>Tobias Pulver</author>
      <pubDate>Tue, 13 Oct 2009 16:09:28 +0200</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/340/anzeigen</link>
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    </item>
    <item>
      <title>dass der Verlust von 10000 Arbeitspl&#228;tzen kein Argument sein kann, ausser wir stellen unser ganzes System in Frage oder die M&#246;glichkeit einer friedlicheren Welt</title>
      <description>Wenn wir darauf angewiesen sind Kriegsmaterial zu exportieren, d.h. wirtschaftlich auf den Krieg angewiesen sind, sollen wir vielleicht mal unser Wirtschaftssystem &#252;berdenken. Ein System, das auf Krieg aufbaut, scheint mir doch ziemlich fragw&#252;rdig.</description>
      <author>Lena M&#252;ller</author>
      <pubDate>Wed, 14 Oct 2009 19:15:08 +0200</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/343/anzeigen</link>
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    <item>
      <title>Das Argument, die im Initiativtext verlangte Absicherung der Arbeitspl&#228;tze w&#228;re zu teuer, ist inakzeptabel, wird hier doch Geld mit Menschenleben verglichen.</title>
      <description>Weiter unten mein Leserbrief als Antwort auf einen Artikel im Bund vom 23. Oktober. Da jedoch letzten Montag bereits ein Leserbrief von mir abgedruckt wurde, habe ich keine grosse Hoffnung, dass dieser auch abgedruckt wird. Vielleicht kann ich ja hier trotzdem einige Leute damit erreichen.

Nun aber der Leserbrief:

Beat Steuri, Chef der Nitrochemie nahe Wimmis, ist aufgrund der R&#252;stungsexport-Initiative um die Existenz seiner Firma besorgt.
Es ist klar, dass solche pers&#246;nliche Schicksale emotional stark zu Bewegen verm&#246;gen, und so wird das Argument der bedrohten Arbeitspl&#228;tze von den Initiativ-Gegnern denn auch oft verwendet.
Ein passender Gegenbericht aus einem Land, in dem die von uns hergestellten Waffen Menschenleben t&#246;ten, bleibt allerdings aus. Ob diese Menschen wohl nicht auch Angst um ihre Existenz - im Sinne von Leben, und nicht von Arbeit! &#8211; haben?
Zumindest einen Teil dieser Leben k&#246;nnten wir mit einer Annahme der Initiative retten, denn Nitrochemie ist einer der gr&#246;ssten Hersteller von Treibladungen f&#252;r Kleinwaffen-Munition weltweit. Durch ebensolche Kleinwaffen sterben laut Amnesty International jeden Tag rund 1000 Menschen! Man vergleiche diese Zahl nun mit der Anzahl bedrohter Arbeitspl&#228;tze, die nota bene durch die Initiative abgesichert sind.
Das Argument, dass diese Absicherung zu teuer w&#228;re, erscheint sehr unmenschlich und somit inakzeptabel, wenn wir uns bewusst machen, dass hier Geld mit Menschenleben verglichen wird.
Diese Initiative kann nur Ablehnen, wer der Wirtschaft einen h&#246;heren Stellenwert als der Ethik einr&#228;umt &#8211; ich hoffe doch sehr, dass die Abstimmung am 29.11. beweist, dass dies im &#252;berwiegenden Teil der Bev&#246;lkerung nicht Fall ist.</description>
      <author>Tobias Pulver</author>
      <pubDate>Fri, 23 Oct 2009 21:31:59 +0200</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/360/anzeigen</link>
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    </item>
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      <title>Was ist wichtiger: ein Arbeitsplatz oder ein Menschenleben? Ich sage entschieden: Ein Menschenleben und darum auch JA zur Initiative!</title>
      <description></description>
      <author>Gel&#246;schter User</author>
      <pubDate>Mon, 26 Oct 2009 15:20:42 +0100</pubDate>
      <link>http://www.politnetz.ch/beitrag/362/anzeigen</link>
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